Samstag, 24. Juni 2017

Rezension zu Des Teufels Gebetbuch (Markus Heitz)



Inhalt: 

"Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben."






Meine Meinung: 

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Einstieg in "Des Teufels Gebetbuch"nicht ganz leicht gefallen ist, da es ein mystery-urban-horror Thriller ist und das normalerweise nicht ganz meine Welt ist. 

Zum Kauf gebracht hat mich dann tatsächlich, dass Markus Heitz einer meiner Lieblingsautoren ist und ich mir dachte, dass das Buch vom Schreibstil her dann doch für mich ansprechend sein könnte. 

Außerdem hat mich das düstere Cover total angesprochen, da es geradezu vor Mysterien und Geheimnissen schrie. 




Insgesamt wurden die Genres sehr erfolgreich bedient: die Geschichte um die historischen Karten war geheimnisvoll und mysteriös. Dazu war die gesamte Handlung sehr actiongeladen und befand sich somit auf einer durchgehenden Spannungskurve. 
Die düstere Entstehungsgeschichte des Kartenspiels war auch zum Teil sehr schauerlich, sodass ich denke, dass hier das Horror-Genre ebenfalls erfüllt wurde. (Hier hätte es meiner Meinung noch etwas stärker vertreten sein können)

Die Charaktere sind lebensecht gestaltet und besonders faszinierend war hier, dass der Hauptprotagonist Thadeus kein reiner Held, sondern im Gegenteil eine eher gefallene Persönlichkeit mit Makeln ist, bei denen der Leser in manchen Handlungen und Ereignissen damit konfrontiert wird,wie dieser die falsche Richtung einschlägt. Dies führte bei mir dazu, dass ich am liebsten in das Buch gestiegen wäre und den Mann einmal ordentlich durchgeschüttelt hätte, um ihn wieder auf die richtige Bahn zu lenken.  Thadeus und seine Verbündete werden zudem von einem Ort zum nächsten gejagt, bzw. werden dann immer wieder zu den Jägern der geheimnisvollen Karten, was das ganze Storygeschehen nie langweilig werden lässt. 

Besonders gefallen haben mir die Sprünge in Zeit und Ort, wodurch man als Leser die dunkle Entstehungsgeschichte des Kartenspiels erfuhr und noch ein paar Einblicke in das Leben in Deutschland im 18. Jahrhundert erhielt. Dort begegnet dem Leser auch eine nicht ganz unbekannte Person: Johann Wolfgang von Goethe! Welche Rolle dieser in der Geschichte des schaurigen Kartenspiels spielt möchte ich an dieser Stelle aber noch ncht verraten ;) 

Die Story wurde in keiner Weise verschönigt und ist an manchen Stellen sogar blutig bis grausam dargestellt: alles passend zum Setting der dunklen Aura der Karten.
Durch viele Wendungen in der Story schafft Markus Heitz es den Leser immer wieder zu überraschen und vermeidet es so, dass das Buch auf seinen beinahe 700 Seiten langwierig erscheint. 

Besonders die Authentizität des Buches überzeugt den Leser, denn man merkt durchweg, dass der Autor sehr viel in Recherchearbeit investiert hat. Besonders durch den Anhang im Buch wird dies unterstrichen, da Markus Heitz sich hier ausführlich der Geschichte des Kartenspiels, der Kartenherstellung und -druckes, Kartenarten und vielem mehr widmet.
Dabei wird der Leser auch dadurch überrascht, dass seine historischen Figuren auch in der Realität existiert haben!



Fazit: 

Alles in allem kann man sagen, dass "Des Teufels Gebetbuch" den Leser in eine actionreiche und spannende Suche mit nicht wenigen Widersachen wirft. Dabei wird das ganze durch die historischen Elemente genial abgerundet und ergibt in der Summe ein sehr spannendes und fesselndes Buch mit vielen Interessanten Fakten.  




Insgesamt Bewerte ich "Des Teufels Gebetbuch" mit 8/10 Punkten!

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