Rezension zu Outlander 2 - Die geliehene Zeit (Diana Gabaldon)










"I stood still, vision blurring and in that moment, I heard my heart break. it was a small, clean sound, like the snapping of a flowers stem."




Inhalt: 

Schottland, 1968: 20 Jahre nachdem Claire Randall aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, bringt sie ihre Tochter Brianna in die Highlands, denn Brianna soll endlich das Land ihres Vaters kennenlernen. Claire will außerdem die Antwort auf eine Frage finden, die sie seit über 20 Jahren quält: Konnte ihre große Liebe Jamie Fraser die schreckliche Schlacht von Culloden überleben?



Meine Meinung: 

Ganz zu Beginn des  Buches habe ich einen riesen Schrecken bekommen, denn wie der Klappentext schon verrät beginnt das Buch schlagartig wieder in Claires ursprünglicher Zeit und damit noch nicht genug: Claire hat eine Tochter!!! Dabei habe ich mich, als ich mit dem Buch begonnen habe, so darauf gefreut die weitere Reise von Claire und Jamie mitzubegleiten!

Aaaaber keinen Grund zur Panik: Nach ca. 100 Seiten landet man auch wieder genau an Ort und Stelle wo der erste Band aufgehört hat. 

Insgesamt hat mir der zweite Teil der Outlander Saga nicht so extrem gut gefallen wie der erste, wobei ich immer noch finde das auch dieses Buch grandios ist. 

Dies liegt vor allem daran, dass die Beziehung zwischen Claire und Jamie einen ganz, ganz großen Teil der gesamten Geschichte ausmacht und damit auch einen der großen Begeisterungsfaktoren ausmacht. Dieser Part kam aber in dem ersten Buch durch die Neuentwicklung und das Kennenlernen der beiden besser durch und wurde für meinen Geschmack im zweiten Band ein wenig vernachlässigt. 

Außerdem hat es mich etwas gestört, dass die Autorin so viele französische Dialoge eingebaut hat, ohne zugleich eine Übersetzung hinterher zu hängen, denn ich spreche z.B. kein Wort Französisch und habe dadurch an diesen Stellen nicht immer nachvollziehen können, worum es genau ging. Es ist jetzt nicht so, dass diese Szenen essentiell zur Handlung beitrugen, oder für das Grundverständnis unabkömmlich wären, doch ich bin halt ein neugieriger Leser und möchte jeden Satz in einem Buch verstehen ;)

Aber es gab auch einige Dinge, die mir im zweiten Band besser gefallen haben, als im ersten Buch:
In diesem Teil hat mir das Setting nämlich noch besser gefallen. Klar ich liebe das natürliche, einfache und grüne Setting Schottlands, doch in diesem Teil spielt ein Großteil der Geschichte in Paris und ich finde diese Stadt, besonders im 18. Jahrhundert, ist einfach durch die vielfältigen Eindrücke die beschrieben werden unglaublich spannend und spektakulär. 

Dies führt mich auch direkt zu meinem nächsten positiven Punkt: Ich liebe es wie Diana Gabaldon es schafft diese historischen Orte, Personen und Gesellschaften zum leben zu erwecken und dass man diese als Leser daher hautnah erleben kann. Ob diese nun 100% authentisch sind, sei dahin gestellt - mich als Laien konnten die geschilderten Szenen auf jeden Fall überzeugen. 

Eine ganz große Stärke dieser Romane ist meiner Meinung, dass sie unglaublich viele Emotionen im Leser wecken: viele von uns sind in Jamie Frasers tollen Charakter und seine heldenhaften Handlungen verliebt, wir hassen Jack Randall aus tiefstem Herzen, wir leiden mit den Charakteren und freuen uns genauso mit ihnen. 
Und auch in diesem Teil hat mich das volle Gefühlschaos ereilt und gerade zu Beginn des Buches und am Ende (und hier und da zwischendurch) war ich in Tränen aufgelöst. 



Fazit: 

Insgesamt war dieser zweite Band geprägt durch viele abwechslungsreiche Settingwechsel und diverse Intrigen unter anderem des französischen Adels im 18.Jahrhundert. Diese tiefergehenden Ausflüge in die Vergangenheit haben mir besonders gut gefallen, wobei ich durch die Zeitsprünge aus Vergangenheit und Gegenwart/Zukunft jetzt unglaublich gespannt bin, wie es im dritten Teil weitergehen wird (Geht die Reise mit Claire, oder mit ihrer Tochter weiter????)


Ich bewerte den zweiten Band der Outlander-Saga mit 8/10 Punkten!




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